Digitalisierung soll Arbeit erleichtern. In vielen Organisationen führt sie jedoch zunächst zu mehr Komplexität – technisch, organisatorisch und auch im Miteinander. Neue Werkzeuge verändern Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege. Während auf technischer Ebene Systeme eingeführt oder erweitert werden, entstehen gleichzeitig auf organisatorischer Ebene neue Anforderungen an Struktur und Abstimmung. Für Mitarbeitende bedeutet das oft, sich in veränderten Arbeitsweisen zurechtzufinden, während Erwartungen und Möglichkeiten nicht immer im gleichen Tempo wachsen.
Überforderung entsteht genau an diesen Schnittstellen: wenn technische Veränderungen nicht ausreichend in bestehende Abläufe eingebettet sind und Menschen nicht dort abgeholt werden, wo sie stehen. Digitale Transformation ist deshalb immer auch ein Prozess des gemeinsamen Lernens und der schrittweisen Anpassung – nicht nur von Systemen, sondern von Zusammenarbeit.
... steht vor der Herausforderung, Entscheidungen über Systeme zu treffen, deren Auswirkungen nicht immer vollständig absehbar sind. Dadurch entsteht Unsicherheit, welche Lösung langfristig tragfähig ist.
... arbeiten im Alltag mit neuen Werkzeugen und veränderten Abläufen und müssen dabei unterschiedliche Arbeitsweisen zusammenführen. Das führt häufig zu zusätzlichem Abstimmungsbedarf, der zunächst mehr Struktur erfordert.
... müssen sich in veränderten Anforderungen zurechtfinden, während neue Werkzeuge und Arbeitsweisen eingeführt werden. Fehlt dabei Orientierung oder Unterstützung, kann dies schnell als belastend empfunden werden.
… muss unterschiedliche Perspektiven und Geschwindigkeiten zusammenbringen. Erwartungen treffen auf verschiedene Voraussetzungen, technische Möglichkeiten auf begrenzte Ressourcen – und daraus entstehen Spannungen im Veränderungsprozess.